Graf Dracula und die goldene Kugel 1

Sie ist angekommen.

Dort wo das Grün leuchtet, das Blau erstrahlt und die Menschen leben.

Ein Zahn, ein wenig Probieren und er hat dich erfasst.

Einmal über das süsse Blut streichen.

Über seine Kronenzacken erhellt die Sonne den Tag und der Mond die Nacht.

Draculas‘ Transilvanien

Die Geschichte beginnt

In Hier und Jetzt

Advertisements

DreherMäher und der OB-Faden

Auf dem Dach ein Vogel 

Es zwitschert etwas 

Morgens die Sonne ganz nah an mein Herz

Der feine Sand unter unseren Füssen

Wir bauen einen Sandschloss inmitten von Transilvanien

Den Strand entlang eine Menschenmenge

Zwei Engländer sich betrinkend über mich unterhalten

Wie Kinder wir uns raufen und lachen

Das kühle Wasser in klarem Blau

Mein Herz dreht sich 

Du zerfleischst meine Gedanken in ein  wundervolles Paradies

…ich kann es sehen…

Shit was ist das?

DENN OB-FADEN ZWISCHEN MEINE BEINE 

Der Kellner und seine Wunsch-Sauce

Es regnet immer noch in der Stadt. Ein Vogel sitzt auf meinem Balkon und schüttelt und zuppt an sich. 

Schöne Aussicht, wie er da manchmal guckt und den anderen Vögeln aus den Dächern zuzwitschert. 

Ich nehme meinen Regenschirm und meine Tasche um in den Supermarkt zu gehen. Nach dem Einkauf überlege ich doch ein wenig in den Restaurants mal vorbei zuschauen. Ich entscheide mich für das nahestehende an mein grünes uraltes Haus. 

Ein junger freundlicher Kellner begrüßt mich und bringt mir auch schon den Wein. Denn ich mache ihn schon darauf aufmerksam, dass nur mal ganz schnell ein Salat mit Hähnchen essen will und gehen muss.

Ich sitze da und höre zu wie hinter mir ein Mann und eine Frau sich unterhalten und rauchen. Die Frau weigert sich anscheinend deutsch zu lernen und der Mann sagt nur ab und zu mal was in deutsch. Ansonsten geht gerade so ein :“Ich will dich ficken.“ aus ihrem Mund. Mehr auch nicht. 

Lieber telefoniere ich und zappe durch Instagram. 

Und da kommt auch mein Salat in einem schüsselähnlichen Teller. Das weisse über die grünen Salatblätter ist dicker als eine normale Sauce und ich frage mich warum da auch Thunfisch drauf ist. 

Naja, ich fange an zu essen, dass mir die Geschmacksarealien angesäuert werden. In einem Salat genannt Cesar Salat wird Schmand dazugegeben. 

Bäääh, ich versuche es auf den Rand zu schieben und esse alles was weniger als ein paar „nanogramm“ davon abbekommen hat.

Der Kellner schaut zu mir von der Restauranttür aus. Es ist kalt und ich bestelle noch ein Tee.

„Was it good?“, fragt er.

„Yes , thank you so much. I need some tea. It is really cold here outside.“

„Ok.“

Er konnte anscheinend nicht gut english, denn was danach kam, werde ich noch im grauhaarigem Alter erzählen.

Er hatte sein Handy dabei und legte es mir vor die Nase. Ich guckte ihn verdutzt an. Er zeigte nur mit den Finger auf das leuchtende Bildschirm des Handys und klickte auf den Suchbutton von facebook.

Ich lachte, denn ich telefonierte gerade mit meiner Mutter in Albanisch, manchmal deutsch und manchmal english und da jetzt einer kam, der mich total aus den Fugen brachte.

Meine Mom war sowieso fertig und sagte nur tschüss.

„What do you mean by that?“, fragte ich und zeigte auf sein Handy. Klar wusste ich was er will, aber er kam mir zu ungelegen gerade. Ich will niemanden kennenlernen.

Er zeigte wieder nur mit den Finger. Er konnte wohl nicht auf english aussprechen, was er wollte. 

„No sorry, but I am not here to know anybody.“, sagte ich freundlich und lachte. 

„Disko, disko!“, sagte er und lachte ebenfalls. 

„No, sorry for you. Not now and also later I have no time to go out!“, antwortete ich und überlegte mir eine bessere Lüge.

Klar wollte ich hier das Nachtleben erleben, aber ich hatte es mit anderen Männern geplant. 

„Please!“, flehte er mich an. „You are beautiful!“

Himmel Arsch und Zwirn! Ich schüttelte lachte den Kopf und wollte nur bezahlen.

Er kam dann und ich bezahlte ordentlich mit entsprechenden Extrageld. Er sagte dann nicht einmal Danke sondern sagte nur zwei mal „Alupigus Alupigus!“ 

Ich sagte nur danke und lief nach Hause, denn es wurde Dunkel. Aus purer Neugier schaute ich ins Internet was das bedeutet.

Alupigus backwards means „sugi pula“

So. Ja genau!

Am nächsten Abend nach der Arbeit lief ich an der Tür des Restaurants vorbei wo er immer stand. Ich war so müde auf meine High Heels und schwitze in der Sonne etwas.

Aber was tat er. Er verschwand beschämend in das Restaurant.

Ja genau! 

Suck-my-dick- Mission failed. Es hat sich ausgesauct. Und so jung wie er aussah, wurde er bestimmt noch nie „gedickt“.

 

 

Regenwald

Kleine Tropfen Wasser an mein Fenster 

Dein Gesicht so schön 

Ein Lächeln von uns beiden

Die Tür nach draußen

Die Augen weit offen und alles ist vergessen

Dort spielen die Kinder ihre Musik

Die Straße voller Farben

Es fällt nur so das Wasser über unsere Kleider

Nass

Sie laufen an uns vorbei, die Maikinder

Ein fröhliches Gesicht in Hier und Jetzt

Neugierige Menschen um den Zug

Es ertönt eine erdrückte Musik von Trommeln und Blasorchester

Du hörst die Regentropfen nicht mehr

Du hälst meine Hand und alle Menschen sind bunt

Wie ein Regenwald bunter Süssigkeiten im urgrauen Maifest

Hurrikane Kaboom

Ein Stein, ein Blatt

Eine Wand, ein Baum

Nicht allein, zusammen zerstört

Ungezogen, wie ein Sturm

Einbruch von Tornados

Es kracht, es scheppert, es rüttelt und vibriert

Es verfliegt, eine Film voller Bilder im Kopf 

Es saugt alle Sätze aus meinem Mund aus

Ein Urknall von Glitzer und Bonbons

Sie schmeckt süss, salzig und sauer

Ein Hurrikan voller Freiheit

Es riecht so schön von alten Wirbelstürmen nach Veränderung zur Wiedergeburt

Ein Universum voller Liebe 

Dessert via Desert

Nach einem tollen Essen, ein Glas Wein und schöne Gespräche, trennen sich unsere Wege.

Du gehst dort und ich bin hier.

Ein Teil von Dir ist immer noch da.

Dein süsses Geschenk.

Etwas weiss.

Etwas rot.

Etwas Blatt.

Wie im Himmel wenn das kleine süsse Etwas, das ich zuhause genießen darf, mir durch die Adern fließt und mich vollkommen elektrisiert.

Das liebevoll kriierte Törtchen.

Love it.

Culinarte.

Der Beichtstuhl und seine Kinder der Vergangenheit

In den letzten Tagen ist ein Account gestartet über den Beichtstuhl der Albaner oder über die Albaner. Also kann dort auch ein Alien anonym etwas reinschreiben und andere ihren Senf rein pupsen.

Hier meine kleine Beichte…..

Als Kind habe ich mich immer gefragt, warum in den Filmen alle zum Beichtvater gehen, als Jugendliche es nie verstanden, warum beichten,wenn man nicht gleich ehrlich sein kann und im Abialter erfahren, dass sogar für Beichten oder Sünden reinigen ein Mann der Kirche Geld oder Tausch angeboten hat.

Also warum beichten, wenn es doch sowieso öffentlich gemacht wird? Warum Geheimnisse los werden, wenn diese jetzt von einer anderen Person wissend aufgenommen werden? Ich verstehe die Schweigepflicht auch nicht. Können wir nicht mit der Realität umgehen, weil sie so ist wie ist?

Hat man nicht dafür verräterische Freunde?

Ich muss selbst dabei lachen, weil ich bis jetzt keine Person getroffen habe, die ein Geheimnis für sich behält und man kennt den Spruch „Irgendwann kommt alles ans Licht!“

Also lassen wir den Beichtstuhl, wir lassen die Geheimnistuerei und ja wir haben in einer Beziehung auch keine Heimlichkeiten. Aber geht das? Nein.

Wir Menschen schweigen und reden, lachen und schlucken. Ich muss schon wieder selbst über das Wort „Schlucken“ schmunzeln, weil ich mich vorhin verschluckt habe als ich über die Kommentare mancher Jugendlichen oder besser gesagt sehr jungen Mitmenschen auf dieser Welt stolperte.

Ein Bild ziert in schwarz die weissen Buchstaben, die erzählen, dass ein Mädchen, erst 16 Jahre, über Serbien nach Kosovo fährt und dann ein altes albanisches Lied singt, den Mittelfinger hochhält und auf albanisch beleidigt was ich hier nicht auf Deutsch wieder geben möchte.

Eine 16 Jährige, man nehme an erst im Jahr 2000 geboren und keine Kenntnis hat was Krieg bedeutet. Nie erlebt hat, was es heißt zu flüchten. Nie gefühlt hat, wie es ist ein komplett anderes Leben in einem fremden Land neu zu beginnen. Eine kleine 16- Jährige,die nicht mal weiss, woher das alte Lied „Xhamadani via via“ entstammt und was für eine Bedeutung es hat. Ein Mensch, der nie gespürt hat, wie es ist alles zu verlieren…..ein Haus, ein Auto, die Familie und den Boden unter den Füssen.

Also mein Vater hat mich früher als Kind nie so erzogen. Wir sind nicht über Länder gefahren, um unendliche Stunden der Hassgefühle auszuleben und warum Zeit verschwenden mit solchen lebensunwichtigen Dingen, wenn es die schönen Momente des Lebens gibt.

Und es folgten weitere Kommentare von unwissenden Jugendlichen unter dem schwarzen Bild, die schimpften und erzählten, dass sie während der Fahrt über Serbien nur schlafen und genauso beleidigen.

Gibt es nicht schönere Gegenden? Ja, es gibt sie für jeden Albaner, der nach Hause fährt. Es gibt das schöne grüne Österreich, die schönen ruhigen Klapperstraßen von Slowenien, die wundervollen Buchten an der Adria in Kroatien und Montenegro und die alten Bauten in Albanien. Natürlich gibt es noch Regionen, die zeigen wie der Jugoslawien Krieg alles zerrüttet hat.

Aber wollen wir nicht, dass es Vergangenheit ist? Wollen wir , dass die alten Wunden vergessen werden? Ich sehe zu oft in den albanischen Fernsehen, wenn ich meine Eltern besuche, dass in der Politik immer noch an alten Sichtweisen herumgetrampelt wird. Alle sagen, es ist vorbei, wir wollen das nicht mehr. Aber dann kommen hier und da ein paar kleine Kinder (im Alter zwischen sagen wir mal 12 – 16 Jahren) und meinen ihre Ansichten ernst.

Ich frage mich was für Eltern sind das? Man sollte seinen Feind nicht noch einmal den wunden Punkt zeigen. Man sollte als Mensch nicht gleich genauso kindisch handeln wie dein Nachbar es tut.

Das bringt nichts.

Was für Eltern sind das, die ihren Kindern solche Dinge beibringen? Was für ein Elternteil ist das, der einem Kinde sagt, fahren wir mal über unseren Feindstaat und zeigen den Mittelfinger und beleidigen mal ordentlich.

Wen willst du denn beleidigen, es ist sowieso alles zerstört und alles liegt brach da.

Tut mir den Gefallen und spielt nicht Menschen, die in der Vergangenheit immer noch hängen und darauf beharren etwas mehr Grund oder Territorium zu besitzen. Seit zukunftsorientiert und argumentiert mit guten Ideen und Taten.

Macht nicht die Wunden auf, die ihr nie gespürt habt!